1. Die Europäische Konföderation Der Jesuitenaltschüler
2. Unser Wahlspruch: En Todo Amar Y Servir!
3. Gegenwart, Vergangenheit Und Zukunft
4. Die Organisationsstuktur
1. Die Europäische Konföderation der Jesuitenaltschüler
1.1 Bei der letzten Plenarsitzung des Kongresses der europäischen Jesuiten Altschüler 1996 in Oxford wurde beschlossen, dass das Komitee der europäischen Konföderation bei der Vorbereitung des nächsten Kongresses sich Gedanken macht über einige fundamentale Fragen unserer Organisation:
1.2 Dieses Dokument ist das Ergebnis der Überlegungen; es wird hiermit in aller Bescheidenheit sowohl den Mitgliedsgruppierungen als auch jedem Einzelnen vorgestellt als eine Einladung, an der weiteren Meinungsbildung mit zu wirken.
Wen spricht die Konföderation an?
1.3 Frühere Schüler und Studenten von Schulen und Kollegien der Gesellschaft Jesu, die zusammen mit Eltern, Lehrern und anderen Freunden eine Verbindung zueinander ausbauen, erhalten oder neu aufbauen wollen. Junge und Alte, alle sind willkommen.
1.4 Welches sind die Ziele ihres Handelns?
1.5 Was bietet sie an?
1.6 In welcher Form wird dieses angeboten?
2. Unser Wahlspruch: En todo amar y servir
2.1 Im Anschluss an unsere Überlegungen der drei vergangenen Jahre haben wir als unser Motto das Wort von Ignatius gewählt: In allem Lieben und Dienen. Es ist unser Ehrgeiz, diese Worte in die Tat umzusetzen; und dafür brauchen wir Eure Ideen und Eure Unterstützung.
2.2 Wir kommen aus verschiedenen Ländern, haben unterschiedliche Wurzeln. Deshalb gibt es verschiedene Ausgangspunkte, von denen aus wir entdecken, daß es gut ist, wenn wir unsere Ziele, Hoffnungen und Belastungen miteinander teilen. Einige von uns beginnen ganz direkt mit der Suche nach Erfüllung in unserem Leben als Christen, andere haben - weniger präzise- zunächst den Wunsch, Brücken, Verbindungen zu finden zwischen den Gefühlen von Überzeugung und Verwirrung, von Zuversicht und Angst - einer Gefühlsmischung, die charakteristisch ist für die europäische Gesellschaft. Oder wir beginnen damit, uns auf globalen Herausforderungen zu konzentrieren.
2.3 Wie immer auch unsere Ausgangsposition sein mag: wir sind - gut oder schlecht - miteinander verbunden durch unser Wissen von und unsere Erfahrung mit der Gesellschaft Jesu. Das ist eine zufällig entstandenen Bindung. Wenn wir sie aber annehmen, können wir sie kraftvoll gestalten, indem wir uns auf die Stärken der Gesellschaft Jesu besinnen und ihre Arbeit bereichern.
2.4 Viele Laien haben heute in Europa verantwortliche Positionen in Projekten der Gesellschaft Jesu in Europa, besonders in schulischen Einrichtungen. Diese Laien sind zwar kein Teil Ordens; die spirituelle Tradition eines Ignatius von Loyola kann aber sehr fruchtbar sein für ihr eigenes Leben.
2.5 Unser europäisches Netzwerk, die europäische Konföderation, ist mehr als eine Mitgliedschaft auf dem Papier. Wir möchten alle Gruppen von Altschülern anregen, sich gegenseitig zu unterstützen bei der Aufgabe: wie könne wir unsere Verantwortung in der säkularen Welt von heute wahrnehmen? Gläubige und Ungläubige, praktizierende und nicht praktizierende Christen: wir alle können die grundsätzlichen Werte des Evangeliums akzeptieren. Die ignatische Tradition kann uns helfen, diese Werte bewußter zu erleben, und die Gesellschaft Jesu hat öffentlich und kathegorisch erklärt, daß sie an unserer Seite ist. Wenn wir von der ignatischen Art zu beten und zu betrachten lernen, dann wird es uns besser gelingen - ebenso wie anderen Christian Life communities, - die Verbindung zwischen unserem Glauben und unserem täglichen Leben auszugestalten.
2.6 Oft fehlt uns das Vokabular, die Methode oder die Form, um diese Tradition in einer weltlichen Umgebung zu artikulieren. Aber unsere Organisation hat viel Erfahrung mit dieser Aufgabe. Überall in Europa finden wir Beispiele, wie wir die persönliche Lebensgestaltung ausbauen können. Andere Wege zeigen uns den Weg zu Hilfsprojekten. Es ist jedem Einzelnen überlassen, vor dem Hintergrund seiner eigenen Situation sich für seinen individuellen Weg zu entscheiden. So können sich sehr verschiedenen Wege ergeben, die aber im Austausch miteinander eine Bereicherung sein werden. Was wir gemeinsam haben, ist die Überzeugung, dass das Evangelium aufbaut auf dem Glauben an die Würde des Menschen, und dass es sich lohnt, für diesen Glauben einzutreten.
2.7 Eine Frage kann auftauchen: Kann jemand, der nicht Christ ist, an dieser Vision teilhaben? Eindeutig: Ja! In Europa gehören die meisten von uns einer Kirche an, auch wenn unser Engagement nicht immer gleich stark ist. Aber wir heißen ausdrücklich alle Menschen willkommen, die guten Wissens sind, die den Geist des Evangeliums bejahen, und die die Nähe Verbindung unserer Organisation zur Kirche akzeptieren. Demjenigen, der die Art und Weise des Ignatius von Loyola zu beten und zu denken verstehen will kann unsere Vereinigung Hilfestellung geben, seinen Glauben zu vertiefen und in sein tägliches Leben zu integrieren.
So können wir zum Auftrag beitragen
"Das Reich Gottes ist mitten unter uns"
Luk 17.21
3. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft
3.1 Der jüngste Anstoß für eine verstärkte Aktivität von Altschülern und ihren regionalen und überregionalen Gruppen kommt vom gegenwärtigen Pater General des Ordens, Pater Peter-Hans Kolvenbach, und von seinem Vorgänger, Pater Pedro Arrupe. Ihre Initiativen wurden unterstützt vom ganzen Orden bei der Plenums-Sitzung in Rom in 1994.
3.2 Die Europäische Konföderation trifft sich regelmäßig als ein Komitee, in dem Österreich, Belgien, England, Deutschland, Irland, Italien, Malta, die Niederlande, Portugal und Spanien vertreten sind. Die Zahl der beteiligten Länder wird wachsen in dem Maße, indem Altschüler von wiedereröffneten Schulen in Ungarn, Litauen und Polen dazu stossen. - Die Konföderation ist ihrerseits Mitglied der Welt Union.
3.3 Im November 2001 wird es einen allgemeinen europäischen Kongress in Malta geben, zu dem alle Altschüler und alle Mitglieder der jeweiligen Landesorganisationen eingeladen sind. Ein Welt-Kongress wird im Jahre 2003 in Calcutta stattfinden.
Im folgenden sind einige Beispiele von Projekten und Einzelaktionen aufgeführt, die das gemeinsame Ziel verdeutlichen:
1- auf europäischer Ebene (Konföderation)
2- Auf nationaler Ebene
3- Auf örtlicher Ebene
Bereits Laufende Aktionen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
a) Wie kann ich mich selbst entwickeln?
b) Themen zur beruflichen Fragen
c) Hilfsprojekte
3.5 Die Europäische Konföderation freut sich über die Aktivitäten all
derer, die - seien sie Mitglieder oder nicht - in der Kirche, in der
Gesellschaft, in ihren eigenen Ländern engagiert und mit Herz und Sinn dabei
sind. Allen, die sich diesem Ideal verschrieben haben, möchte die
Konföderation gerne helfen bei der Suche nach ihrer Berufung - einer
Berufung, die für alle überzeugte und engagierte Christen gleichzeitig eine
Berufung ist, sich als Töchter und Söhne Gottes in der Nachfolge Jesu
Christi zu fühlen.
4. Anmerkungen zu unserer Verfassung
4.1 Mitgliedschaft
Nach unserer Satzung sind in der Konföderation
-
Gewöhnliche Mitglieder: das sind alle Absolventen von
Schulen/Kollegien der Gesellschaft Jesu (und alle, die Mitglieder regionaler
Gruppen von Altschülern sind)
- Benannte Mitglieder: im wesentlichen die Präsidenten und Geistlichen
Beiräte der nationalen Altschüler-Organisationen
4.2 Veranstaltungen
- Die Generalversammlung der Konföderation ist offen für alle
Mitglieder. Die Generalversammlung tagt bei jedem europäischen Kongress.
- Das
Executiv-Komitee besteht aus den Benannten Mitgliedern. Wenn ein
Land keine formale Altschüler-Organisation hat, dann werden vergleichbare
Repräsentanten zugelassen.
Es hat sich die Praxis herausgebildet, dass das Executiv-Komitee 2 mal im
Jahre tagt - üblicherweise an einem Wochenende und in einem der
Mitgliedsländer. An den Tagungen des Executiv-Komitee können auch andere
Repräsentanten der nationalen Organisationen oder interessierte Mitglieder
teilnehmen.
4.3 Gruppierungen
Wir haben festgestellt, dass es eine große Vielfalt von Gruppierungen von
Altschülern gibt und haben uns angewöhnt, von "Aktionszentren"
zu sprechen, wenn wir auf Initiativen verweisen, die von Einzelpersonen, durch
lokale oder nationale Assoziationen, durch nationale Gründungen, oder durch
andere Arten von Gruppierung ergriffen wurden, die bestehen können.
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